Seit 1872

Die Manufaktur –
wo Tradition lebt

Was 1872 in einem kleinen Werkstattraum in Potschappel begann, ist heute eine der wenigen verbliebenen Manufakturen, in denen Porzellan noch vollständig von Hand bemalt und veredelt wird.

Die Gründer

Carl Thieme & Karl August Kuntzsch

Zwei Persönlichkeiten, die den Dresdner Stil prägten und die Manufaktur über Generationen formten.

Carl Thieme
Der Gründer

Carl Thieme

Johann Carl Gottlieb Thieme wurde am 12. September 1823 in Niederjahna bei Meißen geboren. 1872 gründete er in Potschappel die „Sächsische Porzellan-Fabrik“ und schuf mit dem üppigen Blumendekor den später weltberühmten Dresdner Stil.

1887/88 übergab er die Leitung an seinen Schwiegersohn. Er starb am 18. März 1888.

Karl August Kuntzsch
Der Nachfolger

Karl August Kuntzsch

Karl August Kuntzsch wurde am 17. August 1855 geboren. 1874 trat er als talentierter Blumenmodeleur in die Manufaktur ein und heiratete 1879 die Tochter von Carl Thieme.

Unter seiner Leitung wurde „Dresdner Porzellan“ international berühmt. Er starb am 15. Mai 1920.

Chronik

150 Jahre in Meilensteinen

1823

Geburt von Carl Thieme

Johann Carl Gottlieb Thieme wird in Niederjahna bei Meißen geboren.

1868

Kunst- und Antiquitätenhandlung

Carl Thieme eröffnet in Dresden eine Handlung und beginnt mit der Bemalung von Weißporzellan.

1872

Gründung der Manufaktur

In Potschappel nimmt die „Sächsische Porzellan-Fabrik“ von Carl Thieme die Produktion auf. Der berühmte Dresdner Blumendekor entsteht.

1874

Karl August Kuntzsch tritt ein

Der talentierte Blumenmodeleur kommt in die Manufaktur und wird später Schwiegersohn und Nachfolger von Carl Thieme.

1887/88

Übergabe an Kuntzsch

Carl Thieme übergibt die Leitung. Er stirbt am 18. März 1888.

1912

40-jähriges Jubiläum

Die Manufaktur beschäftigt über 200 Mitarbeiter. Der Export erreicht 1,25 Millionen Mark.

Prunkvase
1920

Tod von Karl Kuntzsch

Seine Witwe und die beiden Söhne übernehmen die Leitung.

1923–33

Krisenjahre

Inflation und Weltwirtschaftskrise. Die Belegschaft sinkt von 300 auf unter 100 Personen.

1952

Rolf Klemm übernimmt

Rolf Klemm übernimmt die Betriebsleitung (bis 1979). Die Figurenproduktion bleibt ein wichtiges Standbein.

Figurengruppe
1957

Hochwasser-Katastrophe

Das Hochwasser der Weißeritz vernichtet über 1.000 Formen und das gesamte Werksarchiv.

1972

Verstaatlichung

Gründung des „VEB Sächsische Porzellan-Manufaktur Dresden“ mit Sitz in Freital.

1980er

Modernisierung

Unter Betriebsdirektor Karl-Heinz Scharf wird die Produktionskapazität verdoppelt. 150–180 Beschäftigte arbeiten in der Manufaktur.

Maler am Arbeitsplatz
1990er

Reprivatisierung

Das Unternehmen wird an ein französisches Bankenkonsortium und später an die Unternehmensgruppe IPV verkauft.